Gemeindeleben
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Aktuell / Projekte

AN(ge)DACHT:
Aus einer schroffen Frage und einer sehr nüchtern klingenden Antwort besteht der Monatsspruch, der uns im April in das Osterfest begleitet: "Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden." Mit diesen Worten empfangen nach der Überlieferung des Lukas (24, 5 - 6) zwei Männer, durch ihre glänzenden Kleider als Engel, als Boten Gottes, gekennzeichnet, die Frauen, die früh am Ostermogen das Grab Jesu aufsuchen. Namentlich werden Maria von Magdala, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus genannt. Sie waren am Karfreitagnachmittag dabei, als Josef, ein frommer Ratsherr aus Arimathäa, den Leichnam Jesu begraben hatte. Dann haben sie Salben und Öle für die Einbalsamierung Jesu zubereitet und sich nach Ende der Sabbatruhe auf den Weg gemacht, um ihrem toten Freund und Meister in der Grabeshöhle einen letzten Liebesdienst zu erweisen. Die klare Ansage der Engel ist nötig, weil die Frauen aus ihrer Trauer herausgerissen und dem Leben zugewendet werden sollen. Sie sollen das für Menschen eigentlich Unfassbare begreifen, dass Jesus lebt - und zwar nicht etwa nur in ihren Gedanken und Erinnerungen, sondern als ein mit nichts zu vergleichender Beginn einer neuen Schöpfung Gottes. Die Auferstehung Jesu - so berichten es die neutestamtentlichen Zeugen übereinstimmend - hat kein Mensch miterlebt. Aber der Auferstandene ist ihnen auf unterschiedliche Weise begegnet, und zwar so, dass ihnen gewiss ist: er lebt, er geht mit ihnen und lässt sie bezeugen, dass Gott seinen Weg in den Tod mitgegangen ist und durch seine Auferweckung als Heil für alle Welt bestätigt hat. Die Frauen finden nach Lukas 24, 7 zum Glauben, weil die Engel sie an Jesu eigenes Wort erinnern: "Der Menschensohn muss überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen." Als sie von ihrem Erlebnis den elf Jüngern berichten, reagieren diese zunächst skeptisch. Auch zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus brennt zwar das Herz, als sich Jesus ihnen zunächst unerkannt zugesellt und sie - ebenfalls mit leisem Vorwurf - daran erinnert, dass der Messias nach prophetischer Überlieferung "durch Leiden in seine Herrlichkeit eingehen" musste (Lukas 24, 26). Erst als er am Ziel mit ihnen das Abendmahl hält, erkennen sie ihn und brechen auf. So und auf manch andere Weise, berichtet das Neue Testament, ist der Auferstandene Menschen erschienen und hat ihrem Leben neue Hoffnung und einen neuen Sinn gegeben. Wie wir dessen gewiss werden, dass Jesus lebt und für uns da ist, steht nicht in unserer Macht. Aber damit wir es immer wieder neu erfahren können, hat er uns seinen Geist gegeben. Einen gesegneten Weg in die Osterzeit wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Gottfried Hülsen.

Familienkirche tut gut
Mit dieser Aussage laden wir nun schon im vierten Jahr zu unserer Familienkirche, die regelmäßig in größeren zeitlichen Abständen in Senzig stattfindet, ein. Aber was stellt man sich vor unter "Familienkirche"? Sie ist eine besonders familienfreundliche Form des Gottesdienstes, es gibt eine etwas andere Liturgie, wir singen viel, auch neuere Lieder miteinander, statt einer Predigt steht immer eine spannenden Bibelgeschichte, die zum Mitmachen einlädt, im Mittelpunkt des Gottesdienstes und sie dauert selten länger als 45 min. Und im Anschluss gehen wir nicht gleich auseinander, sondern es ist immer noch Zeit bei einem Kaffee, Tee oder Saft und etwas Gebäck miteinander zu plaudern, zu spielen und manchmal auch zu basteln. An ihrer Vorbereitung und Durchführung sind immer auch ehrenamtliche Menschen unserer Gemeinde beteiligt. So steht das lebendige Miteinander noch einmal mehr im Mittelpunkt. Sie sind ebenfalls fester Bestandteil unserer Familienfreizeiten und werden auch schon mal unter Gottes freiem Himmel gefeiert. So, dass am Ende alle sagen: "Familienkirche tut gut!". Nicht nur den Eltern mit ihren Kindern, sondern auch allen anderen Gottesdienstbesuchern, denn eingeladen sind alle, jung und alt, groß und klein.

Glockenläuten in der Lukasgemeinde:
Kirchenglocken läuten als Einladung zum Gottesdienst und zum Gebet. Aus Anlass der Einweihung des Glockenturms in Senzig hat der Gemeindekirchenrat in seiner Sitzung am 28. September 2011 eine vorläufige, möglichst einheitliche Läuteordnung für die drei Gottesdienststätten der Lukasgemeinde beschlossen. So soll in Senzig die Glocke eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdienstes 3 min und unmittelbar vor Gottesdienstbeginn 5 min läuten und während des Vaterunsers. Ausserdem wird samstags um 18 Uhr für 5 min der Sonntag eingeläutet. In Zernsdorf wird 5 min vor Gottesdienstbeginn und (gemäß einem Vermächtnis des Glockenstifters) am Einsiedelgedenktag geläutet. In Niederlehme läutet die kleine Glocke 30 min vor Beginn des Gottesdienstes, kleine und mittlere Glocke läuten 15 min davor und kleine, mittlere und große Glocke unmittelbar vor Gottesdienstbeginn jeweils 3 min. Zum Vaterunser läutet wieder die kleine Glocke. Samstags wird um 18 Uhr mit einem 5 min - Läuten der kleinen Glocke der Sonntag eingeläutet. Wegen der Schwankungen des Glockenstuhls läutet vorübergehend in Niederlehme nur die kleine Glocke. Zu Beerdigungen wird in den jeweiligen Ortsteilen auf Nachfrage die (kleine) Glocke geläutet.

Bau eines Kirchturms in Senzig: 
Die Evangelischen Lukas-Kirchengemeinde sammelt Spenden für dieses Projekt.
"Mit unsrer Macht ist nichts getan..." heißt es in einem bekannten Lied von Martin Luther, und so lautet die Inschrift der Glocke im neuen Kirchturm in Senzig. Am 2. Oktober 2011 bei einem überaus gut besuchten Gottesdienst wurde die Glocke in Senzig eingeläutet. Durch strahlenden Sonnenschein begleitet, konnten wir gemeinsam mit vielen Gästen dieses Ereignis im Garten des Kirchgemeindehauses feiern. Ein schmackhaftes Kuchenbuffet, ein Gläschen Sekt sowie ein Kinderprogramm luden zum verweilen ein. An weiß gedeckten Tafeln und in der wärmenden Oktobersonne wurde an die vielen Aktionen erinnert, die in 
den letzten Jahren durch großes Engagement all unserer Unterstützer dem Traum zur Wirklichkeit verhalfen. So wird nun auch in Senzig, so wie in Niederlehme und Zernsdorf ein Glockenklang Menschen zum gemeinsamen Gebet, zum Loben und Danken einladen und uns daran erinnern "Mit unsrer Macht ist nichts getan..."

Förderverein Evangelische Kirche Niederlehme e.V.:
Am 04.07.2009 wurde der Förderverein der evangelischen Kirche Niederlehme e. V. durch Initiative von Bürgern sowie Mitgliedern unserer evangelischen Lukas-Kirchengemeinde gegründet. Wegen des schlechten Zustandes des Kirchengebäudes setzt sich der Verein für die Restaurierung der Niederlehmer Kirche ein. Eines der ersten Ziele soll die Orgelrestaurierung sowie die Dachsanierung sein. Die Orgel der Werkstatt von Dinse / Berlin gilt als kirchenmusikalisches Kleinod, da sie nach ihrer Erbauung im Jahr 1914 nur unwesentlich verändert wure. Sie zeichnet sich, dem damiligen Musikgeschmack entsprechend, als ein spätromantisches, gefühlsbetontes und warmgefärbtes Instrument ab. Leider ist die musikalische Qualität der Orgel durch Schäden sehr eingeschränkt. Auch der Holzwurm setzt dem Orgelwerk zu. Das Dach weist gravierendste Schäden am Kirchengebäude auf. Teilweise regnet es durch, Firstziegel fehlen bereits. Die Ziegel sind über die Jahre brüchig geworden und eine komplette Dachneueindeckung ist dringend notwendig. Auch eine spätere Wiederherstellung des im Jugendstil kunstvoll ausgemalten Kirchenraumes (ähnlich der Wildauer bzw. der Zeuthener Kirche) wäre schön. Jegliche Wand- und Deckenbemalung, die durch die bekannte Kunstwerkstatt von Rudolf und Otto Linnemann 1914 geschaffen wurden, sind in den 1970er Jahren überstrichen worden. Die alte Jugendstilbemalung befindet sich noch unter der heutigen schlicht gestrichenen Farbfassung der Wände. Die Kirchensanierung ist wegen der zahlreichen Schäden und Mängel ein sehr kostenaufwändiges Projekt.

Rückblick und Vorausschau "Erst eilig, dann heilig":
Am Samstag, den 3. Dezember 2016 öffneten sich, wie schon so oft im Advent die Türen unserer kleinen und feinen Kapelle in Zernsdorf zu "Erst eilig, dann heilig". Diesmal drehte sich alles um die Kinder der Familie Herdmann und ihr chaotisches und doch sehr zu Herzen gehendes Krippenspiel, nach dem Buch von Barbara Robinson "Hilfe, die Herdmanns kommen". Die Kapelle war gut gefüllt und Akteure wie Zuschauer hatten gleichermaßen Spaß an der Geschichte, den musikalischen Darbietungen sowie gemeinsam Advents- und Weihnachtslieder zu singen. Im Anschluss gab es Glühwein und Tee zu weihnachtlichen Knabbereien. Es war Zeit für Gespräch und zum Stöbern auf unserem Büchertisch. Ganz herzlich sei an dieser Stelle allen gedankt, die durch ihr aktives Mitwirken beim Programm oder bei der Vor- und Nachbareitung der Veranstaltung zu deren Gelingen beigetragen haben. Wenn es Ihnen gefallen hat und Sie sich vorstellen könnten beim nächsten Mal "Erst eilig, dann heilig" mitzuwirken, sei es mit Ideen, musikalischen oder literarischen Beiträgen, dann haben Sie keine Scheu und melden sich gern bei Herrn Volkmar Hillig. "Erst eilig, dann heilig" findet in diesem Jahr übrigens am Sonntag, den 10. Dezember 2017, also am zweiten Advent um 17.00 Uhr wie immer in der Kapelle in Zernsdorf statt.

Was macht eigentlich den Sonntagsgottesdienst aus,
in den Sie richtig gern gehen? Was ist Ihnen besonders wichtig - Musik, Gebete, die Predigt oder die Begegnung mit anderen? Ihre Meinung hierzu ist dem Gemeindekirchenrat wichtig! Aus diesem Grund werden Sie zusammen mit den Wahlunterlagen für die kommende Gemeindekirchenratswahl am ersten Advent, einen Fragebogen zum Thema Gottesdienst erhalten. Mit diesem Fragebogen möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, uns mitzuteilen, was Ihnen am Sonntagsgottesdienst wichtig ist oder aber auch, was Ihnen nicht gefällt. Bitte nehmen Sie sich ein wenig Zeit, diesen auszufüllen und senden ihn an Ihre Kirchengemeinde zurück, am besten zur Gemeindekirchenratswahl persönlich oder im Briefwahlverfahren. Wir werden die Fragebögen dann zeitnah auswerten und Sie über das Ergebnis zu unserer Fragenaktion in einem der kommenden Gemeindebriefe informieren.

Neues aus dem Gemeindekirchenrat:
Der Gemeindekirchenrat hat auf seiner letzten Sitzung den Gesamtwahlvorschlag für die bevorstehende Ältestenwahl beschlossen. Die fünf Kandidatinnen und Kandidaten werden in allen drei Standorten veröffentlicht. Des Weiteren werden alle Mitglieder der Lukaskirchengemeinde mit ihrer Wahlbenachrichtigung auch eine kurze Vorstellung aller Kandidatinnen und Kandidaten erhalten. In allen drei Standorten der Lukasgemeinde wird die Wahlurne am ersten Adventssonntag zugänglich sein. Der Haushaltsabschluss für 2015 wurde vom Gemeindekirchenrat beschlossen, die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres sah positiv aus und darf die Lukasgemeinde auch für die nächsten Jahre guten Mutes stimmen. Vom Regionalausschuss, der aus Mitgliedern der Gemeindekirchenräte aus dem Sprengel Königs Wusterhausen und Lukas besteht, wurde eine erarbeitete Liste, mit Anträgen für regionale Projekte an den Kirchenkreis zur Beratung vorgelegt. Unter anderem soll der Kirchenkreis um Unterstützung für einen regionalen Gemeindeausflug und für die Einrichtung eines regionalen Internetauftritts gebeten werden. Der Gemeindekirchenrat hat dem zugestimmt. Mit großer Freude nahm der Gemeindekirchenrat in einem kurzen Bericht die neuen Baufortschritte bei der Dachsanierung der Niederlehmer Kirche zur Kenntnis. Trotz des feuchten Wetters im Oktober sind die Arbeiten zügig vorangegangen. Nach 100 Jahren erhält die Niederlehmer Kirche derzeit ein neues Dach. Dafür hatte der Förderverein der Niederlehmer Kirche Spenden und Fördergelder in Höhe von 90.000 € eingeworben.

Rückblick Kulturherbst:
Der 9. Kulturherbst unserer Gemeinde, welcher traditionell in unserem Senziger Gemeindehaus stattfindet, ist nun auch schon wieder Geschichte. Dankbar und auch ein bisschen stolz blicken wir zurück auf sechs ganz verschiedene Veranstaltungen für Erwachsene wie für Kinder und auch Familien. Für jedes Alter und jeden Geschmack war etwas dabei. Zu unseren Veranstaltungen vom 30. September bis zu unserem Abschlussball am 5. November fanden sich insgesamt 330 Besucher ein. Die Stimmung war auf allen Veranstaltungen sehr gut. Das ist für uns, das kleine Vorbereitungs-Team eine sehr zufriedenstellende Bilanz und motiviert uns zu neuen Ideen und Herausforderungen, wenn wir im kommenden Jahr bereits zum 10. Mal zum Kulturherbst der Lukaskirchengemeinde einladen werden.

Familienfreizeit 2016:
Endlich war es wieder soweit. Am 16. September trafen sich am Wannsee zum dritten Mal mehrere Familien, um gemeinsam das Wochenende zu verbringen. Das Vorbereitungsteam unter Andrea Machande hat ganze Arbeit geleistet und mit inhaltlichen, kreativen und abwechslungsreichen Themen kurzweilige Tage gestaltet. Die Familienfreizeit stand unter dem Motto: "Raben haben keine Sorgen", frei nach dem Gleichnis in der Bibel, in dem steht, dass sich die Vögel keine Sorgen machen müssen, denn Gott sorgt für sie. Am Samstag kam der Rabe Korax zu Besuch und hat uns Mut gemacht, sorgenfrei zu leben, denn Gott wird für uns sorgen. Gemeinsames Singen, Geschichten hören und Familienkirche feiern gehörten genauso mit zum Programm, wie das gemeinsame Essen, sowie das Drachenbasteln und steigen lassen. An den Abenden konnten wir den "Wannsee in Flammen" bestaunen. "Es war wunderbar und ein sehr bereicherndes Wochenende. Wir sind vielen lieben Menschen näher gekommen..." konnten wir am Ende den meisten Feedback-Zetteln entnehmen. Auch uns hat es Spaß gemacht und wir waren sehr dankbar für die musikalische Unterstützung durch Stefan Brandt. Vielleicht seid auch ihr das nächste Mal dabei, wenn es heißt: Familienfreizeit 2017 vom 15. bis 17. September 2017 in Eberswalde (bitte vormerken)!

James Bonds Bericht zum Krippenspiel:
Wie jeden vierten Advent spielte die Junge Gemeinde ihr alljährliches Krippenspiel. Doch dieses Jahr wurde die weihnachtliche Stimmung von einem skrupellosen, wie genialen Wissenschaftler bedroht. Dr. Ego versuchte das Weihnachtsfest mit all seinen Werten abzuschaffen. Das darf natürlich nicht passieren und so muss der Top Agent schlechthin, James Bond, wieder einmal die Welt und Weihnachten retten. Dass dies am Ende auch gut ausgeht, sollte klar sein, sonst gäbe es schließlich kein Weihnachten und Krippenspiel mehr. Die Idee zu diesem Stück stammt ursprünglich aus der Jugendarbeit in Rudow und wurde von unserer Jungen Gemeinde modifiziert. Das geschah beim Krippenspieltrainingslager am ersten Advent in Halbe. Nach letzten Proben in Königs Wusterhausen, in denen fleißig Nasenflöte spielen geübt, eine Kulisse ausgedacht und gebaut wurde, spielte die Junge Gemeinde das Stück in Niederlehme und Königs Wusterhausen vor. Die Jugend hatte viel Freude dabei und hofft, dass dies auch bei den Gästen der Fall war. Auch im kommenden Jahr wird es wieder ein Krippenspieltrainingslager am ersten Advent geben und natürlich auch eine Weihnachtsshow am vierten Advent. Geplant ist dann eine Neuauflage des Weihnachtsmusicals der Jungen Gemeinde.